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HÜTTENANSTIEG
Das Kaisertal und den Weg zum Hans-Berger-Haus kennt jeder
Einheimische und Kufstein-Gast wie seine Jackentasche – oder
nicht?
Denn je nachdem, wen man befragt, wird der Anmarsch als lieblich oder
schroff; ursprünglich oder überlaufen; Sonntags-Spazierweg
oder elender Schlauch; Naturjuwel oder Touristenstrom; Kletter- oder
Kinderparadies; München-Vorort oder Nah-Erholungszone; langweilig
oder faszinierend beschreiben, um nur einige der häufigsten Einschätzungen
zu nennen.
Was stimmt denn nun? |
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Am besten, man bildet sich sein Urteil selbst.
Blendet aus, das manche schon als Kleinkind den Weg bis zur Antoniuskapelle
unendlich weit fanden, und wählt einmal die atemberaubende Route
über Gamskogel und Bettlersteig. Oder geht über die Enzianwiesen
auf der Hechleitalm. Sucht Orchideen im lichten Mischwald ums Bärental.
Lässt mit den Kindern in den Gumpen des Straßwalchtals Blätterschiffe
schwimmen. Kommt von Ebbs über die Musikantenrast und Vorderkaiserfelden.
Steigt von Walchsee über die Hochalm oder von der Griesenau über
das Stripsenjoch auf. Besonders sportliche Wanderer nehmen vielleicht
den Höhenweg, der wirklich lang ist. Aber auch traumschön.
Das sind nur einige Vorschläge für Tageswanderungen.
Alpine Wanderer oder KletterInnen haben natürlich eine Fülle
weiterer Möglichkeiten; und Bergläufer lieben das abwechslungsreiche
Gelände ohnehin.
EINKEHR UND KÜCHE
Was für alle gleich bleibt, ist die Einkehr am Hans-Berger-Haus
mit seiner bekannt guten, erdigen Küche.
Hier rührt Hüttenwirtin Silvia Huber selbst in den Kochtöpfen.
Auf Regionalität der Grundprodukte achtet sie aus nachhaltiger Überzeugung.
Sie kocht auf Holzfeuer, verbindet ayurvedische Kochelemente mit traditionellen
Rezepten und verwendet Kräuter und Wildpflanzen der umliegenden Bergwiesen.
Der Mastochse für Braten, Suppe und Tafelspitz stammt aus der Region,
das Brot vom Bichlbäck in Niederndorf. Der Speck wir von Senior-Adi
selbst geräuchert. Apfelmus und Marmeladen werden selbst eingekocht.
Das schmeckt man.
ANGEKOMMEN
Man spürt die Kraft dieses geschützten und doch weitläufigen
Ortes, an dem Sonne, Quellen, Wald, Wiese und die mächtigen Gebirgsstöcke
vom Zahmen und Wilden Kaiser zusammentreffen.
Am Hans-Berger-Haus kommt man nicht zufällig schnell vorbei , sondern
man will hin, um das dort SEIN zu genießen. Das unterscheidet die
Hütte von manch anderen netten Plätzen.
In dieser Freidenker-Zone begegnen sich Menschen, nicht bloß Leute.
Und wer einmal hier war, kommt wieder.
Für einen weiteren Tag oder länger.
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